Homöopathie

Die klassische Homöopathie wurde durch Dr. med. habil. Samuel Hahnemann (1755-1843) im Jahre 1796 der Gesellschaft zum ersten Mal vorgestellt, wobei sich Paracelsus (1493-1541) schon damit auseinander gesetzt hat.

Hahnemann betonte, dass die Homöopathie den Gesetzen der Natur folgt und das ihre Anwendung bei Tieren die gleiche Gültigkeit besitzt wie beim Menschen.

Die Schulmedizin geht von Symptomen aus. Hat ein Tier Durchfall bekommt es ein Mittel, das eine Verstopfung auslöst oder bei Schmerzen ein Schmerzmittel. Ist das Heilung?

Bei der klassischen Homöopathie steht am Anfang die Anamnese des Tieres durch Befragung des Tierbesitzes, dann erfolgt eine sorgfältige Betrachtung und Untersuchung.

Danach beginnt die eigentliche, aufwendige Arbeit des Homöopathen, das Repertorisieren und Vergleichen. Alle Aussagen des Tierbesitzers die Veränderungen der Lebensqualität seines Tieres betreffend, werden durchgegangen und nach Gewichtigkeit sortiert. Die dazu passenden Mittel herausgeschrieben, aufgelistet und bewertet. In der Materia Medica werden die Arzneimittelbilder nachgelesen um so das ähnlichste Mittel zu finden. Diese Arbeit kann mehrere Stunden in Anspruch nehmen, je nach Komplexität. Nach der getanen Arbeit setzt sich der klassisch homöopathisch arbeitende Tierheilpraktiker mit dem Tierbesitzer in Verbindung um ihm das passende Arzneimittel mit Angabe der Potenz und der Dosierung zu nennen.